Das Medium Internet und die Folgen für Werbeagenturen bis heute

Die klassische Disziplin einer Agentur hat sich heute maßgeblich verändert; Werbung vor rund 15 Jahren ist im Gegensatz zu heute anders: Galt damals doch eine einfache Aufteilung in Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften. Hinzu gesellten sich Fernsehen, Kino und Radio – das Medium Internet wurde eher belächelt; war es doch eher eine ‚kostenlose‘ Zusatzoption. Ja, lange fristeten gerade die Dienstleisterpioniere im Onlinemarkt ein schweres Leben. Herrschte doch die vermeintliche Einstellung, das Internet müsse durchweg kostenlos sein.

Vom belächelten Zusatzkanal zum wichtigsten Medium neben TV

Doch das Verbraucherverhalten hat sich völlig geändert: Das Internet essentiell für deren Nutzer geworden – kein Tag vergeht, an dem dieser Kanal nicht mindestens genauso genutzt wird, wie das Medium TV. Sichere Ertragsquellen wie Printmedien oder Radiostationen haben herbe Einbußen hinnehmen müssen – und erfahren diese weiter zunehmend. Der Siegeszug des Internets war und scheint nicht aufzuhalten. Doch warum?

Kein Medium schaffte vorher diese Interaktivität, diese Einfachheit in Bedienung und dem sich bietendem Mehrwert für den Nutzer.

Umdenken in der Werbedienstleistungsbranche

Durch den Siegeszug ‚online‘ vollzog sich auch ein Wandel in der Agenturlandschaft: Waren es noch Ende der 1990er Jahre die klassischen Werbeagenturen, die unbekümmert dachten, ein schlichtes Ausbauen der eigenen Dienstleistung (Stichwort Outsourcing) in Sachen Internet und Onlinewerbung würden ausreichen – kam die Spezialisierung, ebenso schnell wie die Popularität des Mediums Internet, Online Marketing Agentur hinzu. Auch diese durften sich umgehend bewähren: Auf anfänglich strengen Boom folgte zum Beginn der 2000er Jahre der herbe Rückschlag dank des Platzens der Dotcom Blase – doch auch diese Krise tat der Branche gut. Heutige Agenturen müssen effizienter und langfristig orientiert arbeiten, denn der Konkurrenzdruck ist massiv.

Auf den Boom folgte die Online Marketing Spezialisierung

Es kristallisierten sich essentielle ‚Fertigkeiten‘ unter den Agenturen heraus: Die Suchmaschinenoptimierung als Grundstein, gepaart mit SEM, dem Suchmaschinenmarketing (welches das SEO wiederum als einen Teil des SEMs sieht) gehören zu wichtigen Agenturportfolios heute. So ist es ebenfalls kaum verwunderlich, dass die Atomisierung der Werbedienstleistungen für das Internet immer weiter zunimmt. Darunter fällt dann auch das Marketing und dessen Optimierung von Social Media.

Ja, das Internet entwickelt auch immer stärkere ‚weiche‘ Tendenzen: Was früher Chats und geschlossene Plattformen boten, übernehmen heute die sozialen Medien des Internets. Facebook und Co. bilden hierbei nur den Anfang.

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2 thoughts on “Das Medium Internet und die Folgen für Werbeagenturen bis heute

  1. Mit dem Wachstum des Internets mussten sich die klassischen Werbeagenturen natürlich anpassen. Einigen ist das gut gelungen, anderen nicht. Der neu entstandene Markt hat aber auch vielen Onlineagenturen eine Existenzbasis verschafft. Diese Spezialisierung im Online Marketing finde ich sehr wichtig, kann man doch TV/Radio keineswegs mit Online vergleichen.

    Wer sich früh in der Internet-Nische breitgemacht hat, ist jetzt auch umso besser dran. Das gönne ich all denen, die diesen Markt nur belächelt haben 🙂

    Und zum Thema Blase, die tat der Branche anfangs vielleicht gut. Aber die Learnings daraus hat man offenbar schon längst wieder vergessen, siehe all die Überbewertungen, von den an der Börse gezeichneten Social Networks.

  2. Für eine Werbeagentur / Kommunikationsagentur ist vor allem schlechtes Online Marketing oder schlechte Werbung schädigend. Leider betreiben auch einige (schlechte) Suchmaschinenoptimierung und zerstören so vieles innerhalb weniger Tage/Wochen. SEO muss richtig angewendet werden und Werbung sollte aktiv mit Webdesign einhergehen.

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